Es kommen neue Kosten auf Mieter und Hauseigentümer zu !
Aus dieser Trinkwasserverordnung ergeben sich neue Verpflichtungen und zusätzliche Arbeiten sowie Kosten für den Hauseigentümer bzw. für die Hausverwalter.  
Erstmals wird hier eine jährliche Prüfung auf Legionellen auch bei Trinkwassererwärmungsanlagen in Wohngebäuden festgeschrieben.  
Legionellen sind Bakterien, die im erwärmten Wasser gedeihen und beim Einatmen zu Erkrankungen in der Lunge führen können. Aus diesem Grund sind alle technischen Systeme, die Warmwasser vernebeln wie z.B. Duschen, Luftbefeuchter, Klimaanlagen oder auch Whirlpools u.ä. Anlagen als Verbreitungsmedien aufgefallen und somit als gesundheitsgefährlich anzusehen.

Weitere wichtige Neuerungen dieser Novelle sind:

  • Erstmalig neuer Grenzwert für Uran ( 10 Mikrogramm/Liter)
  • Verschärfter Grenzwert für Cadmium ( 3 Mikrogramm / Liter)
  • Verschärfter Grenzwert für Blei ( 10 Mikrogramm / Liter)
  • Die Untersuchungen dürfen nur zertifizierte Labore durchführen.
  • Die Untersuchungsergebnisse müssen innerhalb von 2 Wochen, bei Grenzwertüberschreitungen bzw. andere wahrnehmbare Veränderungen wie z.B. Trübungen oder Geschmack unverzüglich, dem Gesundheitsamt gemeldet werden.
  • Den Hausbewohnern (Eigentümer und Mieter) muss einmal im Jahr auf der Grundlage der Untersuchungen geeignetes und aktuelles Informationsmaterial z.B. in Form von Aushängen zugänglich gemacht werden.
  • Den Betreibern von Trinkwasserinstallationen (früher Hausinstallation) wird die Verantwortung für den hygienisch einwandfreien Zustand dieser Installation übertragen.
  • Trinkwasserinstallationen und Gebrauchswasserinstallationen (Gartenwasser, Heizungsauffüllung u.ä.) sind zu trennen, um so Verunreinigungen zu vermeiden.

Die Kosten für bauliche Maßnahmen werden vsl. die Eigentümer tragen müssen.
Die Prüfgebühren der zertifizierten Labore jedoch sind  Bestandteil der Kosten für die Bewässerung und gehören somit zukünftig zu den umlagefähigen  Betriebskosten.
In welchem Umfang sich die Betriebskosten auf Grund dieser  neuen Novellierung der Trinkwasserverordnung für die Mieter erhöhen werden, kann gegenwärtig noch nicht gesagt werden, denn dazu fehlen noch Preisangebote und Vergleichswerte.

Quelle:  AIZ- Das Immobilienmagazin 11/2011

Bis Ende des Jahres 2006 war die Höhe der Grunderwerbsteuer in der Bundesrepublik Deutschland einheitlich auf 3,5% festgeschrieben. Seit dem 01.01.2007 dürfen nun die einzelnen Bundesländer die Höhe der Grunderwerbsteuer selbst bestimmen.
Einige Bundesländer haben davon auch schon Gebrauch gemacht wie z.B.  Berlin  ab 01.01.2009  mit 4,5%,  Sachsen–Anhalt  ab 01.03.2010  mit 4,5%,  Bremen, Niedersachsen und das Saarland erhöhten ab 01.01.2011 auf 4,5% und Brandenburg sogar auf 5,0%.
Jetzt zieht auch Mecklenburg–Vorpommern nach!
Gemäß einer Zeitungsnotitz  im Nordkurier vom Oktober 2011 wird nach Informationen der Finanzministerin von Mecklenburg – Vorpommern auf der Fachtagung  „Steuern, Recht, Wirtschaft“ in Rostock, eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer von derzeit 3,5% auf 5,0% mit dem Haushalt 2012 beschlossen.
Diese Erhöhung soll jedoch nicht rückwirkend gelten.
In der Praxis sieht das so aus:
Haben Sie bisher beim Kauf einer Immobilie im Wert von 150.000,00 EURO bei einer Grunderwerbsteuer in Höhe 3,5% noch 5.250,00 EURO an das Finanzamt gezahlt, wird der Betrag ab 2012 bei 5,0%    7.500,00 EURO betragen.

Wer sich also mit dem Gedanken trägt, eine Immobilie zu kaufen, sollte es möglichst bald tun, bevor der Haushaltsplan von Mecklenburg – Vorpommern für das Jahr 2012 verabschiedet wird.

Übrigens, Schleswig Hollstein plant ebenfalls eine Anhebung der Grunderwerbsteuer, allerdings voraussichtlich erst für das Jahr 2013.

Viele Hausbesitzer müssen seit Juli 2008 einen Energieausweis für ihr Haus vorweisen. Dieser soll Käufern oder Mietern Auskunft über über die energetische Qualität ihres Gebäudes geben. Er besteht aus vier Seiten:

Auf Seite werden die allgemeinen Daten, also Angaben zum Gebäude (zum Beispiel: Adresse, Baujahr Gebäude, Baujahr Anlagentechnik, Gebäudetyp, Gebäudeteil, Gebäudenutzfläche, Anlass der Ausstellung des Energieausweises) sowie Hinweise zu Angaben über die energetische Qualität des Gebäudes und zur Verwendung des Energieausweises vermerkt. Ein Foto des Gebäudes kann auch abgebildet werden.

Die Seite zwei und drei werden nur bei einem bedarfsbasierten bzw. verbrauchsbasierten Energieausweis ausgefüllt. Ein Pfeil auf einer Farbskala (von grün bis rot) markiert den jeweiligen Wert in kWh/(m2 a) und zeigt den Energiebedarf beziehungsweise den Energieverbrauchskennwert für das jeweililge Gebäude an. Eine zweite Farbskala, anzeigt an, wie hoch der Energiebedarf zum Beispiel eines Passivhauses, eines energetisch modernisierten Hauses oder eines durchschnittlichen Hauses im Vergleich zum eigenen ist. Auf Seite vier werden schließlich die Erläuterungen zu den Fachbegriffen erklärt. Zusätzlich kann dem Energieausweis Modernisierungsempfehlungen beizufügt werden, die der Information dienen.

Bei der Ermittlung der Erbschaft- und Schenkungssteuer wurden bisher Immobilien nur mit einem Teil des Verkehrwertes angesetzt. Das hat sich geändert.
Immobilien gehen seit diesem Jahr mit dem tatsächlichen Wert in die Steuerberechnung ein. Steuerfrei bleibt lediglich privat genutztes Wohneigentum wie ein normales Einfamilienhaus.
Für die engsten Familienmitglieder gelten Freibeträge für Vermögen im Wert von 500.000 Euro (für Ehepartner). Erbende Kinder zahlen erst ab 400.000 Euro Erbschaftsteuer, Enkelkinder ab 200.000 Euro. Für entfernte Verwandte wie Geschwister, Nichten und Neffen sind die Abgaben deutlich höher.

Wer sein Arbeitszimmer steuerlich absetzen will, muss das Finanzamt davon überzeugen, dass der Raum fast ausschließlich beruflich genutzt wird. Dabei zieht das Finanzamt über Art und Umfang der Nutzung aus folgenden Kriterien Rückschlüsse:

  • das Arbeitszimmer ist als Büroraum eingerichtet,
  • das Arbeitszimmer ist von den übrigen Wohnräumen getrennt,
  • das Arbeitszimmer wird umfangreich beruflich genutzt,
  • diie Wohnung bietet auch ohne das Arbeitszimmer ausreichend Wohnraum für die Familie.

Ob die Tätigkeit des Arbeitnehmers ihrem Umfang nach ein Arbeitszimmer erfordert, ist für die Beurteilung der Abzugsfähigkeit dabei unerheblich Die Anerkennung eines Arbeitszimmers dem Grunde nach ist dabei nicht auf bestimmte Berufsgruppen beschränkt.